"Schutz gegen Rost - das bedeutet bei in
Deutschland verkauften Autos bestenfalls Hohlraumversiegelung
und Unterbodenschutz. Einen Schritt weiter bei der Rostbekämpfung
ist man schon seit rund 15 Jahren im klimatisch rauhen und
schneereichen
Skandinavien.
Dort sind inzwischen über eine Million Autos mit LOKARI-Innenkotflügeln
ausgerüstet. Die separaten Schmutzfänger sollen die
besonders korrosionsanfälligen Radkästen vor Spritzwasser,
Streusalz und Steinschlag schützen.
Die im südfinnischen Rauma hergestellten Innenkotflügel
bestehen aus 1,5 Millimeter starkem Aluminiumblech. Sie werden
unterhalb der serienmäßigen Kotflügel montiert
- die Einbauzeit beträgt je nach Routine des Monteurs zwischen
fünf und zehn Minuten.
Die Alu-Teile werden so montiert, daß der Abstand zum Kotflügel
in der Mitte etwa zehn Zentimeter beträgt: vorn und hinten
sind die "Lokaris" (altes finnisches Wort für Schmutzfänger)
mit den normalen Kotflügeln verschraubt. Breite Gummidichtungen
an den Seiten sollen verhindern, daß Wasser, Schmutz oder
Salz in den Zwischenraum dringen kann. Eventuell eindringende
Feuchtigkeit wird durch den Fahrtwind, der durch einen speziellen
Luftschlitz strömt, getrocknet.
Am Beispiel eines 15 Jahre alten Ford 17M, der inzwischen 320000
Kilometer gelaufen hat, zeigte der finnische Unternehmer Leo
Laine
kürzlich die Wirksamkeit seiner patentierten Erfindung auf.
Die vorderen Kotflügel einschließlich der Lampeneinfassungen
und die seitlichen Motorverkleidungen erfreuen sich nach der erstmaligen
Demontage der 1961 installierten Innenkotflügel noch eines
überraschend guten Zustands; von Durchrostungen war nichts
zu sehen. Die hinteren Kotflügel, die Türschweller und
die Türen waren dagegen bereits stark vom Rost befallen
und ausgebessert worden.
Rund 80 Prozent aller in Finnland verkauften Neuwagen sind
heutzutage von Haus aus mit LOKARI-Innenkotflügeln ausgerüstet.
Diese Innenkotflügel zählen ebenfalls bei vielen in
Schweden angebotenen Importwagen zur Serienausstattung, der Preis
für ein Paar (ca. 150 bis 200 Mark) ist hier ebenso wie
in Finnland in der Regel bereits im Listenpreis enthalten.
Das Programm der Firma Lokari-Myynti umfaßt derzeit Innenkotflügel
für 800 Modelle, wobei die reichhaltige Palette vom italienischen
Alfasud bis zum sowjetischen Wolga GAZ 24 reicht.
Möglich ist ein nachträglicher Einbau auch bei Gebrauchtwagen.
Sie sollten jedoch nicht viel älter als zwei bis drei
Jahre sein, da ansonsten die Korrosion an den fraglichen Stellen
schon
zu weit fortgeschritten sein kann. ..."